Hyparschale Magdeburg

Zusammenfassung

Ertüchtigung der Trag- und der Schalenkonstruktion der 1969 erbauten Hyparschale in Magdeburg mittels neuartigem Carbonbeton.

Das Projekt

Die Hyparschale wurde 1969 von Ulrich Müther entworfen und gebaut. Nach jahrelanger Nutzung steht das Gebäude mit einer Abmessung von ca. 45x45 m seit den 90er Jahren leer und verfällt. Durch eine umfangreiche Vorplanung und den neuen Baustoff Carbonbeton kann die Schale und das Gebäude neu genutzt werden. Die Schale hat vor der Sanierung im Mittel eine Dicke von 7 cm. Es wird jeweils eine Schicht von 1 cm Dicke auf die Oberseite aufgebracht und eine Schicht auf die Unterseite.

Bericht Baublatt

Herausforderungen

Neuartiger Baustoff, welcher durch eine ZiE (Zustimmung im Einzelfall) für die Anwendung genehmigt wurde. Durch die exponierte Lage ist eine kontinuierliche Nachbehandlung wichtig. Auf der Dachfläche war eine teerhaltige Abdichtung zu entfernen.

Nachhaltigkeit

Durch Carbonbeton kann erheblich Material eingespart werden. Für die komplette Sanierung werden ungefähr 130 t spezieller kunststoffvergüteter Beton benötigt. Bei der konventionellen Sanierung mit Spritzmörtel wären stattdessen ca. 800 t Mörtel notwendig. Die Carbongelege, welche eingebettet werden, sind außerdem nur ca. 600g/m² schwer, somit spart man an Gewicht und zusätzlicher Maschinentechnik.

Standort Heinrich-Heine-Weg
39114 Magdeburg
Deutschland
Status in Bau
Bauvolumen (Wert unserer Leistungen) 1,7 Mio. EUR
Baubeginn Oktober 2020
Fertigstellung Juni 2021
Bauherrschaft Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement Magdeburg
Gesamtleitung gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Projektleitung Moritz Buchholz (gmp)
Architekt gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Projektverfasser Landeshauptstadt Magdeburg
Bauleitung Michael Beetz (Implenia)
Planung gmp und CarboCon